Partnerschaft, nicht Störfaktor

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Immer seltener höre ich dieser Tage in der Versicherungsbranche das Wort Disruption: Längst setzen etablierte Unternehmen auf enge Zusammenarbeit mit jungen Technologie-Firmen – und umgekehrt. Die Großen investieren in die Kleinen, im Gegenzug schieben die Kleinen Innovationen an, die in Konzern-Strukturen meist länger dauern würden.

 

 

 

"Junge Technologiefirmen und etablierte Versicherer arbeiten mehr und mehr zusammen – aus gutem Grund."

Dr. Christian Macht, Generalbevollmächtigter von ELEMENT Insurance AG

 

 

 

Auch wir bei ELEMENT verstehen unsere Rolle als Partner, nicht als Störfaktor: Als White Label-Produktfabrik bleiben wir im Hintergrund und ermöglichen Partnern, neue Lösungen teilweise oder komplett umzusetzen. Das heißt: Wir liefern digitale Versicherungsprodukte, die andere unter ihrer Marke vertreiben.

Diese Art von Zusammenarbeit zwischen jungen und etablierten Firmen wird aus zwei Gründen künftig eher die Regel werden: Erstens wird die Produktwelt für alle in der Branche deutlich vielfältiger – mit individuellen, für spitze Zielgruppen kalkulierten Angeboten, was den Innovationsdruck erhöht. Und zweitens: Um dabei mitzuhalten werden insbesondere kleine und mittelgroße Versicherer Teile ihrer Wertschöpfung öfter mit Partnern erledigen – gerade bei Produktentwicklung und IT. Wenn Sie so wollen: Mit Zulieferer-Betrieben.

Inzwischen erlaubt es eine moderne IT, aus Modulen beliebige Produkt-Kombinationen zusammenzustellen. So wird es leichter, Angebote für Zielgruppen ganz anders zuzuschneiden als heute.

Denken Sie beispielsweise an Käufer hochwertiger Immobilien, für die sich passgenaue Pakete schnüren lassen: Eine Hausrat-Haftpflicht-Kombination, bei der sich einzelne Wertgegenstände zusätzlich absichern lassen - was die spezifischen Bedürfnisse dieser Zielgruppe abdeckt. Auch denkbar sind Policen, die kurzfristig nur bestimmte Situationen versichern, wie zum Beispiel die Risiken einer Untervermietung. Partner können hier sowohl Versicherer sein als auch die Immobilienbranche selbst, indem sie unter ihrem Namen Policen vertreibt und so weiteren Umsatz generieren kann. Auch die Wohnungswirtschaft positioniert sich vermehrt als Kümmerer um die Belange der Mieter. In Mieterapps können sie so passgenaue Versicherungsangebote anbieten – das erhöht zum einen die Kundenbindung, zum anderen den „Share of Wallet“.

Solche Kooperationen lassen sich für viele Bereiche denken: So arbeiten wir mit dem Cyber-Sicherheits-Anbieter Perseus zusammen, mit einer Versicherung gegen Bedrohungen aus dem Internet oder gegen Cyberschäden. Wir haben mit FairPlane eine Police gegen verspätete Flüge entwickelt – dem Portal für Rechte von Fluggästen. Und mit der SIGNAL IDUNA bieten wir eine Hausrat-Haftpflicht-Kombination, die sich insbesondere an Fans der Borussia Dortmund richtet.

Gerade für kleine und mittelgroße Versicherer bieten neue Partnerschaften die Chance, mit innovativen Produkten aufzufallen und besonders attraktive Segmente tiefer zu erschließen. Und die jungen Technologieunternehmen wiederum profitieren unter anderem von der Kenntnis des Kunden, die etablierte Unternehmen mitbringen.

Bisher konzentrierten sich viele Insurtechs auf den Vertrieb – sie waren gewissermaßen Angreifer. Wir aber konzentrieren uns auf Produktentwicklung und IT, statt um den Zugang zum Endkunden zu konkurrieren. Zudem sind wir durch unsere BaFin-Lizenz selbst Versicherungsunternehmen mit entsprechender Expertise auch in diesem Bereich. Das macht die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, besonders auch mit Versicherern, noch einmal leichter.

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